Gemeindeverwaltung: Bauarbeiten an der Innerörtlichen Gemeindestraße von Birkenau schreiten weiter voran / Schweres Gerät im Anmarsch


Birkenau. Die innerörtliche Gemeindestraße (IöG) ist die derzeit größte Baustelle in der Gemeinde Birkenau. In einer Pressemitteilung informiert die Verwaltung über den Stand der Bauarbeiten. Der Abschnitt der IöG von der Unterführung Brückenacker bis zur Lindenstraße habe Gestalt angenommen. Die Stütz- und Lärmschutzwände seien im Sommer errichtet worden, das Gebäude im Bereich der Lindenstraße abgerissen. Die Straßenbauarbeiten seien weit fortgeschritten und ließen die spätere Straße deutlich erkennen.

Der Schwerpunkt der IöG verlagert sich ab Oktober in den Bereich der sogenannten „S-Kurve“. Diese umfasst den Abschnitt von der Kreuzung Lindenstraße/Gorxheimer Weg bis zur Linde (unterhalb der Kallstädter Talstraße). Unter der Lindenstraße quert der Kallstädter Bach. Diese Bachquerung wurde einschließlich der angrenzenden Stützwände bei der letzten TÜV-Prüfung beanstandet. Die Arbeiten seien unerlässlich und hätten auch ohne den Bau der S-Kurve durchgeführt werden müssen.

Komplizierte Bachquerung

Im Zuge des jetzigen Baus der S-Kurve und der daraus resultierenden Straßenerneuerung soll die vorhandene Situation bereinigt und durch einen Ersatzneubau der Bachquerung nebst den angrenzenden Stützwänden soll die Standsicherheit wiederhergestellt werden. Hierzu wird die alte Bachquerung aufgenommen und durch neue Rechteckrahmenprofile ersetzt. Diese werden als Stahlbetonformteile geliefert und müssen aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts mittels Autokran versetzt werden.

Besondere Erschwernisse stellt die bestehende Bebauung unmittelbar am Gewässerrand und die damit verbundene aufwendige Wasserhaltung dar. Des Weiteren müssen zu Beginn der Arbeiten die bestehenden Versorgungsleitungen (Telekommunikation, Strom und Wasserversorgung), die sich im Bereich der späteren Baugrube befinden, provisorisch umgelegt werden.

Neben den umfangreichen Arbeiten an der Bachquerung unter der Lindenstraße muss die straßenseitige Stützwand des Kallstädter Bachs im Bereich der Einmündung Gorxheimer Weg auf einer Länge von 50 Metern erneuert werden. Hier wird ein besonderes Augenmerk auf einen möglichst geringen Eingriff in das vorhandene Bachbett und in den Bewuchs am Gewässerrand gelegt.

Für die vorgenannten Arbeiten ist es unerlässlich, schwere Baugeräte auf den Straßen einzusetzen, die von oben aus am Bach arbeiten können. Aus Platz- und Sicherheitsgründen werden die Lindenstraße und der Gorxheimer Weg jeweils für die Arbeiten ab Oktober voraussichtlich bis Ende des Jahres voll gesperrt und als Sackgasse ausgebildet. Eine Zufahrt in die Leuschnerstraße ist nur von hinten über Am Burgacker und Im Heimesgrund erreichbar. Von der Kallstädter Talstraße und Obergasse ist eine Einfahrt in die Lindenstraße nicht mehr möglich.

Vereinzelte Grundstücke innerhalb der Baustelle können nicht mehr direkt angefahren werden, sondern sind nur zu Fuß erreichbar. Für Rettungskräfte wird eine Möglichkeit vorgesehen, die Baustelle im Notfall von der Lindenstraße aus in Richtung Leuschnerstraße zu passieren.

Notversorgung mit Wasser

Für die neue Bachquerung wird zwischen der Kreuzung Lindenstraße/Gorxheimer Weg und der Kallstädter Talstraße die Wasserleitung außer Betrieb genommen. Die dort befindlichen Gebäude werden an eine Notversorgung angeschlossen. Nach Abschluss der Tiefbauarbeiten (Bachquerung, Trinkwasser, Straßenentwässerung) wird der Straßenbau fortgeführt (neue Fahrbahn, neue Gehwege).

Die Linde auf der Verkehrsinsel wird im kommenden Winter an die Ecke Lindenstraße/IöG umgepflanzt. „Wir haben die Hoffnung, dass sie die Verpflanzung an einen neuen Standort überlebt“, heißt es in der Mitteilung. Eine Vollsperrung der Landesstraße L 3408 (Kallstädter Talstraße, Obergasse) wird erst 2020 erforderlich werden.

„Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger, die Absperrungen und Halteverbote zu beachten, damit die Arbeiten reibungslos und so schnell wie möglich durchgeführt werden können“, schreibt die Gemeindeverwaltung abschließend und dankt schon jetzt für das aufgebrachte Verständnis.

Quelle: WNOZ
Artikel vom 26.09.2019

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